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Hausratversicherung und Garten: Was ist wirklich abgesichert?

Viele Gartenwerte sind über die Hausratversicherung absicherbar – aber nicht automatisch für alles. Entscheidend sind Tarifdetails: Welche Gegenstände (z. B. Möbel, Geräte, ggf. Garteninventar) mitversichert sind und bei welchen Schadenarten (z. B. Sturm/Hagel/Feuer/Diebstahl) die Deckung greift. So findest du schnell die passende Abdeckung und vermeidest typische Lücken.

TL;DR

  • Antwort: Gartenmöbel und Gartengeräte sind oft in der Hausratversicherung mitgedeckt – Bedingungen und Schadenarten müssen aber passen.
  • Kriterium: Prüfe im Vertrag explizit „mitversichert im Außenbereich/Garten“ sowie die Schadenarten (z. B. Sturm, Hagel, Feuer, Einbruch/Diebstahl).
  • Nächster Schritt: Schau dir die Tarife anhand genau dieser Punkte an und vergleiche sie.

Erst klären: Hausrat im Garten vs. Wohngebäude

Für den Garten ist wichtig, zwei Versicherungsarten auseinanderzuhalten:

  • Hausratversicherung: betrifft vor allem bewegliche Sachen (z. B. Gartenmöbel, Gartengeräte) – auch dann, wenn sie sich im Garten befinden.
  • Wohngebäudeversicherung: betrifft typischerweise das Gebäude selbst (z. B. Gartenhaus/Laube/Schuppen je nach Ausgestaltung).

In der Praxis kann es Überschneidungen geben. Entscheidend ist, wie dein Vertrag die jeweiligen Positionen und Schadenszenarien abgrenzt.

Drei typische Situationen – und was du jeweils prüfen solltest

1) Du nutzt den Garten privat und willst „Garteninventar“ absichern

Achte besonders darauf, ob und wie folgende Dinge in deinem Tarif abgedeckt sind:

  • Gartenmöbel
  • Gartengeräte (z. B. Rasenmäher, Grill/Outdoor-Geräte)
  • Schadenarten wie Sturm/Hagel/Feuer sowie Diebstahl (sofern im Tarif vorgesehen)

Risiken/Lücken: Bei teurem Inventar kann es passieren, dass die Deckungssumme oder der Umfang für einzelne Positionen nicht optimal ist. Auch sind nicht alle Schadensarten automatisch enthalten.

2) Du stellst wertvolle Geräte draußen ab (oder im Schuppen)

Wenn Geräte häufig ungesichert im Garten stehen oder in einem Schuppen/Gartenhaus gelagert werden, prüfe:

  • ob die Positionen „außerhalb der Wohnung“/im Außenbereich ausdrücklich umfasst sind
  • ob Diebstahl/Einbruchdiebstahl für diese Kategorien greift
  • welche Sicherheitsanforderungen oder Bedingungen im Schadensfall gelten

Risiken/Lücken: Ohne passende Voraussetzungen kann es im Ernstfall zu Einschränkungen kommen – daher unbedingt die Leistungspassagen im Vertrag prüfen.

3) Du hast einen Schrebergarten / Kleingarten oder eine Sondernutzung

Bei Schrebergärten oder Kleingärten wird oft erwartet, dass alles „einfach mit drin“ ist. Das kann jedoch je nach Anbieter, Vertragsumfang und konkreter Anlage abweichen.

Risiken/Lücken: Manche Policen decken bestimmte Flächen oder bauliche Anlagen (bzw. den Nutzungsumfang) nicht im gewünschten Maß ab. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, die Abgrenzung „welche Gegenstände/Flächen“ genau gemeint sind, in der Police nachzusehen.

Zwei Entscheidungsfragen, bevor du dich festlegst

  1. Welche Schadenarten sind bei dir wirklich relevant? (z. B. Sturm/Hagel/Feuer vs. Wasser-/Elementarrisiken)
  2. Sind deine konkreten Sachen und Lagerorte im Garten ausdrücklich mitversichert? (z. B. Gartenmöbel, Geräte, Lager im Schuppen/Gartenhaus)

Was häufig nicht „einfach so“ mitgesichert ist

Auch wenn Hausrat oft vieles abdeckt: Bestimmte Risiken sind in vielen Tarifen nicht automatisch enthalten bzw. nur eingeschränkt.

  • Wasser-/Elementarrisiken werden in der Praxis je nach Vertrag unterschiedlich geregelt.
  • Besondere Schadenszenarien oder Sonderkonstellationen (z. B. bestimmte Außenbereiche, Nutzungsarten, bauliche Abgrenzungen) können je nach Police zu Ausschlüssen oder separaten Regelungen führen.

Wenn du unsicher bist, ob dein Szenario zu den Bedingungen passt: lieber vorher die maßgeblichen Vertragsstellen prüfen.

Wann die Versicherung typischerweise greift (und wann nicht)

Typische Leistungsanlässe sind meist plötzliche, von außen wirkende Ereignisse wie Sturm/Hagel/Feuer oder Diebstahl – sofern sie im Tarif für deine Positionen vorgesehen sind.

Der wichtigste Tipp für den Tarifvergleich

Vergleiche nicht nur „Gesamtpreis“, sondern die Leistungslogik für deinen Garten:

  • sind Gartenmöbel/Gartengeräte für deinen Außenbereich mitversichert?
  • welche Schadenarten stehen genau in deinem Tarif?
  • wie werden Lagerorte (z. B. Schuppen/Gartenhaus) im Zusammenspiel mit Hausrat/Wohngebäude behandelt?

Nächster Schritt: Jetzt aktuelle Tarife nach Gartenkriterien prüfen

Wenn du herausfinden willst, welche Hausrat-Tarife für Garteninventar wirklich passen (inkl. relevanter Schadenarten und Abgrenzungen), prüfe die Tarife anhand der Vertragsstellen zu Garten/Außenbereich und den konkreten Schadenarten.

FAQ – kurz & praktisch

  • Sind Gartenmöbel in der Hausratversicherung enthalten? Oft ja – aber prüfe im Tarif, ob sie im Außenbereich/Garten ausdrücklich mitversichert sind.
  • Sind Gartengeräte (z. B. Rasenmäher) versichert? Häufig ja, sofern dein Vertrag die entsprechenden Gegenstände/Positionen umfasst.
  • Gartenhaus: Hausrat oder Gebäude? Meist gehört das Gebäude eher in die Wohngebäudeversicherung – die genaue Zuordnung hängt von deiner Vertragsgestaltung ab.
  • Was ist mit Überschwemmung/Elementar? Das ist typischerweise nicht automatisch dabei; prüfe, ob dafür ein separater Baustein nötig ist.
  • Muss ich bei Schrebergarten anders prüfen? Ja: Suche gezielt nach den Vertragsstellen, die Flächen/Nutzungsarten und die Abgrenzung regeln.

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