Allgefahrendeckung in der Hausratversicherung: Mehr Schutz für dein Eigentum
Allgefahrendeckung (All-Risk) in der Hausratversicherung deckt grundsätzlich alle Schäden ab, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Das kann gerade bei unvorhersehbaren Ereignissen Vorteile bringen – kostet aber oft mehr. Entscheidend ist, ob die wichtigen Ausschlüsse, die Elementar-Absicherung und die Formulierungen in den Bedingungen zu deinem Risiko passen.
TL;DR
- Antwort: Allgefahrendeckung sichert viele unbenannte/ungewöhnliche Schadenursachen ab – sofern sie nicht im Vertrag ausgeschlossen sind.
- Kriterium: Prüfe die Ausschlüsse und ob Elementar (z. B. Überschwemmung/Starkregen) separat geregelt ist.
- Wichtigster Vorbehalt: Mehr Beitrag kann sich nicht lohnen, wenn ein Komforttarif für dein Profil bereits ausreichend Schutz bietet.
- Nächster Schritt: Vergleiche Tarife über den Hausrattarife vergleichen-Anbieter und achte dabei gezielt auf Bedingungen und Bausteine.
Wie unterscheidet sich Allgefahrendeckung von benannten Gefahren?
Eine Standard-Hausratversicherung arbeitet meist mit benannten Gefahren (z. B. bestimmte Ereignisse rund um Feuer, Einbruch, Leitungswasser sowie Sturm/Hagel). Eine Allgefahrendeckung funktioniert im Kern anders: Sie umfasst alle Schäden, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.
Das Ziel ist: weniger Diskussionen, ob ein Schaden „unter einen Katalog“ fällt, weil der Schutz breiter angelegt ist.
Welche Schäden sind typischerweise abgedeckt – und welche nicht?
Typisch abgedeckt (Beispiele)
In vielen Tarifen mit Allgefahrendeckung findest du Schutz für Schäden durch:
- Brand/Feuer und damit verbundene Ereignisse
- Einbruchdiebstahl und Raub
- Leitungswasser
- Sturm und Hagel
- häufig auch „zusätzliche“ nicht benannte Ursachen (z. B. Kurzschluss oder Bedienfehler), wenn sie nicht ausgeschlossen sind
Typische Ausschlüsse (Beispiele)
Auch All-Risk hat Grenzen. Häufige Ausschlüsse sind z. B.:
- vorsätzliche Schäden
- Verschleiß/Abnutzung
- bestimmte Großrisiken wie Krieg/Kernenergie
- Schäden durch Tierbisse/Ungeziefer sind je nach Bedingungswerk oft nicht enthalten
Wichtig: Ob ein konkreter Fall übernommen wird, hängt immer von deinen konkreten Versicherungsbedingungen ab.
Drei typische Situationen: Für wen kann Allgefahrendeckung sinnvoll sein?
1) Du hast wertvolle/empfindliche Ausstattung
Wenn in deiner Wohnung z. B. teure Elektronik, hochwertiges Mobiliar, Sammlerstücke oder besonders schadenanfällige Gegenstände vorhanden sind, kann die breitere Deckungslogik eher zu deinem Risiko passen.
2) Du wohnst in einer Lage mit „schweren Überraschungen“
Wenn du in Regionen lebst, in denen immer wieder unvorhersehbare Schadensereignisse auftreten (z. B. starke Wetterereignisse), ist nicht nur die Allgefahrendeckung relevant, sondern besonders die Frage, wie Elementarschäden im Vertrag geregelt sind.
3) Du willst Kosten im Blick behalten und eher planbar absichern
Wenn dein Hausrat eher „robust“ ist und die Wahrscheinlichkeit vieler All-Risk-relevanter Ereignisse für dich gering wirkt, kann ein guter Tarif mit benannten Gefahren oder mit sinnvollen Zusatzbausteinen wirtschaftlicher sein.
Zwei Entscheidungsfragen, die du vor dem Abschluss klären solltest
-
Welche Ausschlüsse gelten genau in deinem Tarif? Gerade bei All-Risk entscheidet der Wortlaut: „nicht ausgeschlossen“ heißt in der Praxis „nicht durch deine Bedingungen herausdefiniert“.
-
Wie ist Elementarabsicherung gelöst? Überschwemmung/Starkregen/ähnliche Ereignisse sind oft nicht automatisch enthalten, sondern über eine separate Klausel zu prüfen.
Der „Unsicherheitsfall“: Wann solltest du besonders kritisch vergleichen?
Wenn du unsicher bist, ob du wirklich von der Allgefahrendeckung profitierst, nimm zwei Checks vor:
- Bedingungs-Check: Gilt die Allgefahrendeckung wirklich für den Teil, der für dich zählt (z. B. Elektro, Außenbereich/„Außenversicherung“, typische Alltagsrisiken)?
- Baustein-Check: Ist ein für dich relevanter Bereich (z. B. Elementar) bereits abgedeckt oder brauchst du eine Zusatzdeckung?
Wenn du hier „Antworten“ nur aus dem Bauchgefühl ableitest, ist das Risiko für teure Fehlkäufe höher als der vermeintliche Vorteil.
Risiken und Nachteile, die trotz Allgefahrendeckung bleiben
- Mehr Beitrag: All-Risk ist häufig teurer als Tarife mit benannten Gefahren.
- Ausschlüsse bleiben Ausschlüsse: Auch bei Allgefahrendeckung werden bestimmte Ursachen nicht bezahlt.
- Elementar ist oft separat: Gerade bei Starkregen/Überschwemmung solltest du nicht davon ausgehen, dass alles „automatisch“ drin ist.
- Voraussetzungen und Obliegenheiten beachten: Selbst bei breitem Schutz gelten Pflichten aus dem Vertrag (z. B. zur Schadensmeldung/Umständen).
So gehst du beim Vergleich praktisch vor
- Schritt 1: Suche im Tarif nach dem Abschnitt, in dem Allgefahrendeckung/All-Risk und der Umfang in den Bedingungen beschrieben wird.
- Schritt 2: Markiere die Ausschlüsse, die für deinen Alltag realistisch sind.
- Schritt 3: Prüfe, ob Elementar als Klausel enthalten ist oder separat gebucht werden muss.
- Schritt 4: Entscheide erst dann, ob der Mehrbeitrag für dein Profil plausibel ist.
Nächster Schritt: Vergleich jetzt auf dein Profil ausrichten
Wenn du herausfinden willst, welcher Tarif für deine Wohnsituation und deinen Hausrat tatsächlich passt (inkl. der Details zu Bedingungen und Bausteinen), nutze Hausrattarife vergleichen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was ist Allgefahrendeckung in der Hausratversicherung?
Allgefahrendeckung bedeutet: Du bist grundsätzlich gegen Schäden am Hausrat abgesichert, sofern sie nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen sind.
Welche Schäden deckt Allgefahrendeckung typischerweise ab?
Typisch sind viele „unbenannte“ oder nicht-katalogartige Ereignisse – zum Beispiel je nach Tarif auch Ursachen wie Kurzschluss oder Bedienfehler –, wenn sie nicht ausgeschlossen sind. Brand, Einbruch/ Raub, Leitungswasser sowie Sturm/Hagel sind häufig sowieso enthalten.
Welche Ausschlüsse sind typisch?
Häufig ausgeschlossen sind z. B. vorsätzliche Schäden, Verschleiß/Abnutzung sowie bestimmte Großrisiken. Für Elementar gilt: oft nur mit zusätzlicher Klausel.
Gilt Allgefahrendeckung auch außerhalb der Wohnung?
Das kann im Tarif über eine Außenversicherung geregelt sein. Prüfe dazu konkret die Bedingungen deines Tarifs.
Welche Anbieter nutzen All-Risk/Allgefahrendeckung?
Viele Versicherer bieten Allgefahrendeckung bzw. All-Risk-Logiken an – die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich jedoch je nach Tarif. Daher lohnt sich ein Bedingungs-Check statt nur eines Namens im Angebot.
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