Kredit während der Ausbildung: Was Azubis wissen sollten
Wenn du als Azubi einen Kredit aufnehmen willst, ist das oft möglich – aber die Chancen hängen stark von Bonität, nachweisbarem Einkommen und ggf. einem Mitantragsteller ab. Bevor du einen Ratenkredit wählst, prüfe Alternativen wie BAföG und den Bildungskredit sowie deine Rückzahlbarkeit. So vermeidest du unnötige Schulden in einer Phase mit noch variablem Einkommen.
TL;DR
- Antwort: Ein Kredit während der Ausbildung ist grundsätzlich möglich, aber nicht jeder Ratenkredit passt.
- Kriterium: Entscheidend sind nachweisbares Einkommen, Bonität (z. B. Schufa) und ob es einen Mitantragsteller gibt.
- Wichtigster Vorbehalt: In der Probezeit sind Banken je nach Konstellation strenger – und ein Mitantragsteller kann Verantwortung mittragen.
- Nächster Schritt: Ratenkredite vergleichen, Anforderungen für Azubis prüfen und dann entscheiden.
Vergleichskriterien: Bildungskredit vs. (klassischer) Ratenkredit
Vergleich nach Kriterien
1) Geeignetheit für deinen Zweck
- Ratenkredit: Kann auch ohne spezifische Zweckbindung funktionieren, die genaue Passung hängt jedoch von deinen Nachweisen und der Kreditentscheidung ab.
2) Hürden in der Probezeit
- Bildungskredit: Welche Anforderungen gestellt werden, kann je nach Programm variieren; die Entscheidung orientiert sich an deiner individuellen Konstellation.
- Ratenkredit: In der Probezeit kann die Bank intensiver prüfen; ob ein Mitantragsteller relevant wird, hängt vom Vertrag und deiner Bonität ab.
3) Unterlagen und Nachweise
- Bildungskredit: Du brauchst Nachweise zur Ausbildung und Angaben, die das Programm fordert; Details unterscheiden sich je nach Anbieter.
- Ratenkredit: Üblich sind Nachweise zur Ausbildung sowie zur finanziellen Situation; oft werden Einkommensnachweise und Bonitätsinformationen benötigt.
4) Risiko der Rückzahlung
- Bildungskredit: Die tatsächliche Belastung hängt davon ab, welche Konditionen und Rahmenbedingungen für dich gelten.
- Ratenkredit: Entscheidend ist, ob du die Raten auch bei engerem Haushaltsbudget zuverlässig tragen kannst.
5) Unterstützung durch zusätzliche Person
- Bildungskredit: Ob und wie zusätzliche Sicherheiten gefordert werden, kann je nach Programm unterschiedlich sein.
- Ratenkredit: Ein Mitantragsteller oder eine ähnliche Absicherung kann die Chancen beeinflussen; die konkrete Tragweite hängt von der jeweiligen Vertragsgestaltung ab.
Gemeinsamkeiten (über beide Optionen)
- Vorbereitung: Du solltest deine finanzielle Lage realistisch darstellen und die geforderten Unterlagen bereithalten.
- Entscheidungsgrundlage: In beiden Fällen spielt die individuelle Situation eine zentrale Rolle.
Typische Nachteile (je nach Konstellation)
- Bildungskredit: Kann an bestimmte Bedingungen oder Programmvorgaben gebunden sein; wenn diese nicht passen, kann die Option unattraktiv sein.
- Ratenkredit: Banken können je nach Konstellation strenger prüfen und es können Anforderungen entstehen, die von der Probezeit und der Bonitätsbewertung abhängen.
Option A und Option B: Für wen passt was?
- Wenn du eine zweckgebundene oder programmorientierte Unterstützung suchst: Der Bildungskredit kann je nach Anbieter und Bedingungen passen.
- Wenn du eine flexible Finanzierung für deine Ausbildungssituation anstrebst: Der Ratenkredit kann passend sein, sofern deine Nachweise und die Konditionen zu deinem Rückzahlungsplan passen.
Fazit
Ein Kredit während der Ausbildung kann funktionieren – aber er ist selten „universell“: In der Probezeit kann die Prüfung je nach Konstellation strenger ausfallen, und zusätzliche Verantwortlichkeiten können je nach Kreditvertrag relevant werden. Wenn du Förderalternativen wie BAföG und den Bildungskredit sowie einen Ratenkredit gegenüberstellst, triffst du eher eine Entscheidung, die zu deiner Situation passt.
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