Bankbürgschaft als Mietkaution: Alternative zur Barkaution
Bei einer Mietkautionsbürgschaft stellt ein Anbieter dem Vermieter eine Bürgschaftsurkunde als Sicherheit. Statt den gesamten Kautionsbetrag als Geldsumme zu übergeben, zahlt der Mieter gewöhnlich ein Entgelt für die Bürgschaft. Das Geld wird dadurch nicht angespart; die vertragliche Verpflichtung und mögliche Rückgriffsansprüche bleiben zu prüfen.
Beteiligte und Ablauf
Vor Abschluss sollte klar sein, wer Bürge ist, welche Ansprüche die Bürgschaft absichert und in welcher Höhe sie gilt. Der Vermieter muss die angebotene Form der Sicherheit akzeptieren; maßgeblich sind Mietvertrag und Vereinbarung. Der Anbieter kann Angaben zur Person und Bonität verlangen.
Im Fall einer Inanspruchnahme prüft der Bürge die Forderung nach Maßgabe des Bürgschaftsvertrags. Zahlt der Bürge an den Vermieter, kann er entsprechend der Vereinbarung Rückgriff beim Mieter nehmen. Eine Bürgschaft beseitigt daher nicht automatisch das finanzielle Risiko aus einer berechtigten Forderung.
Kosten und Vertragsende
Vergleiche laufendes Entgelt, mögliche Zusatzkosten, Bürgschaftshöhe und Kündigungsbedingungen. Prüfe, wann die Urkunde zurückgegeben oder die Bürgschaft beendet werden kann. Laufende Gebühren können bis zur wirksamen Beendigung anfallen. Auch bei Auszug ist zu klären, wann der Vermieter die Sicherheit freigibt.
Bei Wohnraum begrenzt § 551 BGB eine vereinbarte Geldkaution grundsätzlich auf drei Nettomonatsmieten. Eine Bürgschaft ist eine andere Sicherungsform; ihre konkrete Wirksamkeit und Kombination mit weiteren Sicherheiten sollte anhand des Vertrags beurteilt werden.
Ist eine Mietkautionsbürgschaft kostenlos?
Meist fällt ein Entgelt an. Höhe und Abrechnung richten sich nach Anbieter und Vertrag.
Muss der Vermieter eine Bürgschaft akzeptieren?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend sind die Vereinbarung und der Mietvertrag.
Ist die Bürgschaft ein Ersatz für eine Rücklage?
Nein. Sie ist eine Sicherheit und kann bei Inanspruchnahme zu einer Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Bürgen führen.
Fazit
Eine Mietkautionsbürgschaft verändert die Form der Sicherheit und verursacht eigene Kosten. Bürge, Höhe, Inanspruchnahme, Rückgriff und Vertragsende sollten verständlich geregelt sein. Rechtsfragen zum konkreten Mietverhältnis erfordern eine Einzelfallprüfung.
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