Bausparvertrag ohne Abschlussgebühr: Gibt’s das wirklich?
Antwort: Bausparverträge ohne Abschlussgebühr sind möglich, aber meist selten. Entscheidend: Prüfe die Gesamtkosten (nicht nur „0 €“ bei der Abschlussgebühr).
TL;DR
- Antwort: Bausparverträge ohne Abschlussgebühr sind möglich, aber meist selten.
- Entscheidend: Prüfe die Gesamtkosten (nicht nur „0 €“ bei der Abschlussgebühr).
- Achtung: Ein geringes oder fehlendes Entgelt kann durch andere Konditionen ausgeglichen werden.
- Praxis: Vergleiche Bauspartarife anhand deiner Kosten-/Zeitziele.
Was bedeutet „Abschlussgebühr“ beim Bausparvertrag?
Die Abschlussgebühr ist eine einmalige Gebühr, die beim Vertragsabschluss anfällt. Sie wird häufig als Prozentsatz der Bausparsumme ausgewiesen und ist damit ein Kostenposten, den du beim ersten Blick schnell siehst.
Gibt es Bausparverträge ohne Abschlussgebühr?
Ja, solche Angebote können vorkommen. Gleichzeitig sind sie im Marktvergleich meist Ausnahmefälle. Anbieter können ihre Kosten für Verwaltung und Vertragsabwicklung in anderer Form decken. Wenn ein Tarif bei der Abschlussgebühr niedrig ist, können dafür andere Kosten oder weniger günstige Konditionen maßgeblicher werden.
Die Kostenfalle: Nur auf „0 €“ schauen bringt dich nicht weiter
Wenn du nur die Abschlussgebühr betrachtest, kann dir ein falsches Bild entstehen. Achte deshalb besonders auf die Kombination aus:
- laufenden Kosten (z. B. für Kontoführung oder ähnliches, je nach Tarif)
- Kosten rund um die spätere Darlehensphase (Gebühren, Preisbestandteile)
- Gesamtkonzept: Passt der Tarif zu deiner geplanten Dauer bis zur Zuteilung und zu deinem Spar-/Zielprofil?
Wann sich der Vergleich besonders lohnt
Ein detaillierter Vergleich ist besonders sinnvoll, wenn du:
- den Vertrag voraussichtlich nicht lange ansparen kannst/willst,
- die Gesamtkosten über die geplante Laufzeit bewerten möchtest,
- gezielt nach Tarifen suchst, die zu deinem Zeithorizont passen.
Gerade dann kann ein „leichter Einstieg“ über eine geringe oder fehlende Abschlussgebühr weniger entscheidend sein als das Kostenprofil über die Zeit.
Rechenlogik statt Bauchgefühl (So gehst du vor)
- Schritt 1: Notiere die Abschlusskosten des Tarifs.
- Schritt 2: Addiere die wichtigen weiteren Kostenpunkte aus dem Tariftext (laufende und ggf. darlehensbezogene Gebühren).
- Schritt 3: Prüfe, ob der Tarif zu deiner geplanten Spar- und Nutzungsdauer passt.
- Schritt 4: Vergleiche die Tarife so, dass du am Ende ein Gesamtbild statt einzelner Bausteine hast.
Alternativen, wenn du vor allem „ohne Gebühren“ suchst
Wenn dein Hauptziel ist, möglichst wenige Kosten im Einstieg zu haben, kann es helfen, zusätzlich nach anderen Spar- und Finanzierungswegen zu schauen. Oft hängt der „passende“ Weg nämlich davon ab, ob du in erster Linie Sparen, Förderung oder die spätere Kreditnutzung priorisierst.
Nächster Schritt: Tarife nach Gesamtkosten einordnen
Mach den nächsten Schritt, indem du Bauspartarife anhand deiner Kriterien gegenüberstellst, damit du die Gesamtkosten über die geplante Zeit realistisch einordnen kannst.
Hinweis zu aktuellen Konditionen
Konditionen, Kosten und verfügbare Tarife ändern sich. Für die aktuellsten Angebote und Konditionen lohnt sich ein Blick in den passenden Vergleich, den du im Artikelkontext nachvollziehen kannst.
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