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Bausparsumme im Bausparvertrag: Definition, Zusammensetzung & Orientierung

Die Bausparsumme ist die Zielgröße deines Bausparvertrags: Sie zeigt, wie viel Gesamtbetrag du am Ende über Bausparguthaben und Bauspardarlehen erreichen willst. Genau daran richten sich Sparphase, Darlehensumfang und damit auch, wie gut dein Bausparen in dein geplantes Immobilienbudget passt.

TL;DR

  • Antwort: Die Bausparsumme ist dein Gesamtziel aus Bausparguthaben + Bauspardarlehen.
  • Kriterium: Richte sie nach deinem Finanzierungsbedarf und der geplanten Immobilien-/Baukostenhöhe (abzüglich Eigenkapital).
  • Wichtigster Vorbehalt: Eine zu hohe oder zu niedrige Bausparsumme verschiebt die Lasten in die Sparphase bzw. reicht später ggf. nicht aus.
  • Nächster Schritt: Konditionen für deinen konkreten Zielbetrag im Vergleich prüfen.

Was ist die Bausparsumme im Bausparvertrag?

Die Bausparsumme ist die Summe, die du mit deinem Vertrag als Gesamtergebnis erreichen willst. Praktisch besteht sie aus:

  • Bausparguthaben: dem Geld, das du während der Sparphase ansparst,
  • Bauspardarlehen: dem Kreditanteil, den du später (wenn der Vertrag zuteilungsreif ist) erhältst.

Damit ist die Bausparsumme die zentrale Planungsgröße dafür, welcher Anteil deiner Immobilienkosten über den Bausparvertrag abgedeckt werden soll.

Wie setzt sich die Bausparsumme zusammen?

In der Praxis wird die Bausparsumme auf zwei Bausteine verteilt: Sparen (Guthaben) und Finanzieren (Darlehen). Je nach Tarif können die Anteile variieren, das Grundprinzip bleibt aber gleich.

Wichtig für dich: Wenn du die Bausparsumme festlegst, legst du auch grob fest, wie groß der spätere Darlehensanteil ausfällt und wie stark die Sparphase damit „mitträgt“.

Richtwerte: Welche Bausparsumme „passt“?

Ein häufiges Vorgehen ist, die Bausparsumme an den Gesamtkosten deiner Immobilie zu orientieren und dabei Eigenkapital gegenzurechnen: So erhältst du eine Zielgröße, die realistischer zu deinem Budget passt.

Welche Spanne für dich sinnvoll ist, hängt aber davon ab,

  • wie hoch dein Eigenkapitalanteil ist,
  • wie gut du deine monatliche Sparleistung einschätzen kannst,
  • und wie du den Rest deiner Finanzierung (z. B. über Bankdarlehen) strukturierst.

Hinweis: Eine starre „immer passende“ Prozent- oder Eurozahl gibt es nicht. Entscheidend ist deine konkrete Gesamtfinanzierung.

Bausparsumme vs. Bausparguthaben: Wo liegt der Unterschied?

  • Bausparsumme = dein Zielbetrag (Gesamtgröße des Vertrags).
  • Bausparguthaben = das angesparte Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Sparphase.

Wenn dein Guthaben einen bestimmten Reifegrad erreicht, wird der Darlehensanteil relevant. Genau deshalb solltest du die Bausparsumme nicht nur „nach Gefühl“, sondern aus deinem Finanzierungsplan heraus ableiten.

Richtungsentscheidung: Welche Situation passt zu dir?

Wenn du eine klare Zielgröße für dein Darlehen brauchst: Dann ist die Bausparsumme ein Baustein, um den späteren Finanzierungsanteil planbar zu machen.

Wenn du vor allem die Sparphase steuern willst: Dann ist die Bausparsumme besonders dafür wichtig, wie viel du über die Laufzeit monatlich stemmen kannst.

Wenn du nur einen Teil der Finanzierung über Bausparen abdecken möchtest: Dann arbeitest du mit einer Bausparsumme als Ergänzung zu anderen Finanzierungsbausteinen.

Risiken & Nachteile: Wann du die Bausparsumme zu hoch/zu niedrig wählst

Zu hoch gewählt:

  • kann die Sparphase stärker belasten, weil du auf ein größeres Ziel sparst,
  • erhöht die Gefahr, dass andere Finanzierungsteile weniger flexibel bleiben.

Zu niedrig gewählt:

  • deckt später ggf. nicht den gewünschten Teil der Immobilienkosten ab,
  • führt eventuell dazu, dass du den fehlenden Betrag anderweitig (und möglicherweise zu anderen Konditionen) schließen musst.

Kein „Universalsieger“: Die „passende“ Bausparsumme ist die, die zu deinem Profil passt – nicht die, die in allgemeinen Beispielen gut aussieht.

So ermittelst du deine passende Bausparsumme (praktischer Ablauf)

  1. Gesamtkosten planen: Lege ein realistisches Budget für Kauf/Bau und Nebenkosten zugrunde.
  2. Eigenkapital abziehen: Was bleibt, muss später finanziert werden – hier setzt der Bausparvertrag als Baustein an.
  3. Monatsrate realistisch prüfen: Welche Sparleistung kannst du über die Laufzeit tragen?
  4. Finanzierungsbausteine abstimmen: Überlege, welcher Teil über den Bausparvertrag läuft und welcher über andere Wege.
  5. Tarife vergleichen: Konditionen unterscheiden sich – gerade wenn du auf Basis deiner Zielgröße beurteilen willst, was zu dir passt.

Hinweis für die Konditionenprüfung

Da sich Konditionen und Konditionslogik je nach Anbieter/Tarif ändern können, solltest du nicht nur mit einer Zahl arbeiten. Berücksichtige bei der Konditionenprüfung, dass je nach Ziel (Bausparsumme/Finanzierungsanteil) die passende Ausrichtung aussehen kann.

Du solltest die Konditionen für deinen konkreten Zielbetrag im Vergleich prüfen und für dein Vorhaben einordnen.

Häufige Fragen zur Bausparsumme

Was ist die Bausparsumme im Bausparvertrag? Die Bausparsumme ist die Zielgröße deines Vertrags – bestehend aus Bausparguthaben und dem später abrufbaren Bauspardarlehen.

Worin unterscheidet sich Bausparsumme und Bausparguthaben? Die Bausparsumme ist die Gesamtergebnisgröße. Das Bausparguthaben ist der Teil, den du zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits angespart hast.

Wie hängt die Bausparsumme mit der Zuteilung zusammen? Die Zuteilungsrelevanz setzt typischerweise am Erreichen eines Reifegrads im Vertragsverlauf an – und dieser Zusammenhang wird erst durch die gewählte Bausparsumme „mitbestimmt“.

Quellenhinweis: Der ursprüngliche Entwurf nennt redaktionelle Quellen (z. B. Stiftung Warentest). In diesem Rewrite wurden keine neuen, überprüfbaren Jahresstände oder konkreten Vergleichszahlen ergänzt.

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