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Bauspardarlehen beenden: Vertragsphasen und Folgen

Darlehen und Bausparvertrag unterscheiden

Ein Bauspardarlehen ist die Darlehensphase eines Bausparvertrags. Die Beendigung dieses Darlehens ist daher etwas anderes als die Kündigung des noch nicht zugeteilten Sparvertrags. Nach Auszahlung des Bauspardarlehens geht es um Rückzahlung, Restschuld und die vertraglich vereinbarte Tilgung. Die Bedingungen stehen im Darlehensvertrag und in den für den Tarif geltenden Bausparbedingungen.

Der Rückzahlungsplan beschreibt Rate, Tilgungsanteil und Zins. Sondertilgungen oder eine vollständige vorzeitige Rückzahlung können vertraglich geregelt sein; Umfang, Fristen und mögliche Folgen sind nicht bei allen Tarifen gleich. Bei grundpfandrechtlich gesicherten Immobiliar-Verbraucherdarlehen enthält § 500 BGB besondere Regeln zur vorzeitigen Erfüllung während einer gebundenen Zinsperiode. Die konkrete Anwendbarkeit hängt von der Vertragsart und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.[1]

Was eine Beendigung praktisch umfasst

Bei vollständiger Rückzahlung muss der offene Betrag für einen bestimmten Stichtag ermittelt werden. Dazu können Restkapital, bis dahin angefallene Zinsen und gegebenenfalls vertraglich oder gesetzlich zulässige Kosten gehören. Eine Ablösung durch eine andere Finanzierung kann zusätzliche Kosten und Formalitäten auslösen, etwa bei einer im Grundbuch eingetragenen Sicherheit. Eine bloße Kündigungserklärung beseitigt die Zahlungspflicht nicht automatisch.

Wird nur die Rate geändert oder eine Zahlung ausgesetzt, verändert sich regelmäßig der Rückzahlungsverlauf. Dafür ist eine Vereinbarung mit dem Darlehensgeber nötig, soweit der Vertrag keine entsprechende Option vorsieht. Ein Rückstand kann wiederum vertragliche Folgen auslösen.

Vertragsunterlagen und Abgrenzung

Für die sachliche Einordnung sind Darlehensvertrag, Tilgungsplan, Bedingungen des Bauspartarifs und aktuelle Ablöseauskunft relevant. Zu unterscheiden sind außerdem die Ablösung des Darlehens, die Freigabe einer Sicherheit und ein daneben fortbestehender Bausparvertrag. Das Bausparkassengesetz verlangt, dass die Allgemeinen Bedingungen unter anderem Regelungen zu Zinsen, Gebühren, Sicherheiten und Kündigungsfolgen enthalten.[2]

Dieser Überblick beschreibt Vertragsmechanismen. Ob eine konkrete Kündigung oder vorzeitige Rückzahlung möglich ist und welche Summe anfällt, ergibt sich nur aus dem individuellen Vertrag und den anwendbaren gesetzlichen Regeln.

Quellen

[1] Bürgerliches Gesetzbuch, § 500, amtliche Fassung bei Gesetze im Internet. [2] Gesetz über Bausparkassen, § 5, amtliche Fassung bei Gesetze im Internet.

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