Keine Finanzberatung – unabhängige Informationen zur eigenen Einordnung.
Bausparvertrag vergleichen

BAföG und Bausparvertrag: Was Studierende wissen sollten

Studierst du und bekommst BAföG, möchtest du wissen, ob ein Bausparvertrag auf die Förderung angerechnet wird. Grundsätzlich zählt ein Bausparvertrag zum Vermögen, das bei der BAföG-Berechnung eine Rolle spielen kann. Ausschlaggebend ist, ob dein Vermögen (inklusive des Bausparvertrags) die relevanten Freibeträge unterschreitet oder überschreitet.

TL;DR

  • Kurzantwort: Ein Bausparvertrag kann bei BAföG als Vermögen berücksichtigt werden.
  • Kriterium: Entscheidend ist, ob dein Vermögen inklusive des Vertrags über/unter den BAföG-Freibeträgen liegt.
  • Prüfpunkt statt Pauschale: Stichtage und Details können im Einzelfall ausschlaggebend sein.
  • Nächster Schritt: Prüfe deine Vermögenssituation zum Zeitpunkt der Antragstellung und vergleiche anschließend passende Bauspartarife über den Vergleich.

Was wird beim BAföG geprüft – und warum betrifft das deinen Bausparvertrag?

Prüfe im konkreten Tarif oder Angebot, wie dieser Punkt geregelt ist. Die Vermögensberücksichtigung hängt dabei von deiner konkreten Situation ab und kann sich an den maßgeblichen Bewertungs-/Stichtagszeitpunkten orientieren. Ein Bausparvertrag ist dabei grundsätzlich ein Vermögenswert, der im BAföG-Kontext relevant sein kann. Deshalb ist es sinnvoll, vor Vertragsabschluss genau hinzuschauen, wie sich der Bausparvertrag auf deine Vermögenshöhe auswirken könnte.

Risiko zuerst: Wann kann dein BAföG sinken?

Das Risiko entsteht dann, wenn dein Vermögen (inklusive Bausparvertrag) die relevanten Freibeträge überschreitet. Dann kann deine BAföG-Förderung geringer ausfallen. Ob das bei dir zutrifft, hängt davon ab, wie hoch dein Vermögen im relevanten Zeitraum ist und welche Freibeträge für deinen konkreten Fall gelten.

Freibeträge als zentrale Stellschraube

In der Systematik der Vermögensfreibeträge im BAföG wird ein Freibetrag von 15.000 Euro genannt (für Antragstellende unter 30 Jahren). (gesetze-im-internet.de)

Wichtig: Die exakte Einordnung, welche Vermögenswerte in deinem Fall zählen und wie Stichtage wirken, kann komplex sein. Deshalb solltest du keine Vermutungen anstellen, sondern deine Situation anhand der maßgeblichen Kriterien prüfen.

Lohnt sich ein Bausparvertrag trotz BAföG?

Ein Bausparvertrag kann in manchen Situationen trotz BAföG sinnvoll sein, zum Beispiel wenn du langfristig eine eigene Wohnlösung planst und gezielt Vermögen aufbauen möchtest. Gleichzeitig kann es in anderen Fällen ungünstig sein, wenn der zusätzliche Vermögensaufbau dazu führt, dass die BAföG-Förderung sinkt.

Drei typische Situationen (damit du nicht über einen Kamm geschoren wirst)

Fall 1: Du liegst mit deinem Vermögen insgesamt klar unter den Freibeträgen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Bausparvertrag deine BAföG-Förderung spürbar beeinflusst.

Fall 2: Du liegst nahe an den Freibeträgen oder hast bereits Vermögenswerte, die dich an die Grenze bringen können. Dann solltest du besonders sorgfältig prüfen, wie sich der Bausparvertrag zeitlich und rechnerisch auswirkt.

Fall 3: Du bist finanziell stark von BAföG abhängig. Dann ist das Risiko einer Kürzung besonders relevant – und du solltest deine Vermögensplanung besonders vorsichtig ausrichten.

Förderung wie Wohnungsbauprämie: möglich, aber nicht „automatisch“

Je nach Vertragsart und Voraussetzungen kann auch die Wohnungsbauprämie eine Rolle spielen. Gleichzeitig gilt: Das hängt davon ab, ob du die jeweiligen Bedingungen erfüllst. (Wenn du dazu konkrete Details brauchst, ist es sinnvoll, die Voraussetzungen in deinem Fall zu prüfen.)

Praktische Tipps, um typische Fehler zu vermeiden

  • Situation vor Vertrag klären: Überlege vor Abschluss, wie der Bausparvertrag dein Vermögen im relevanten Zeitraum verändert.
  • Zeitpunkt bedenken: Maßgeblich ist insbesondere die Situation rund um die Antragstellung bzw. die für die Bewertung relevanten Stichtage. (voris.wolterskluwer-online.de)
  • Nicht blind kündigen: Ob und wie eine Kündigung deine Einordnung verändert, ist ein Einzelfallthema (z. B. bei zeitlichen Auswirkungen). Kläre offene Punkte, bevor du handelst.

Entscheidungshilfe: Zwei kurze Fragen

  1. Wirst du mit dem Bausparvertrag rechnerisch eher über die Freibtragsgrenze kommen? Wenn ja, solltest du besonders genau prüfen.
  2. Wie stark bist du auf BAföG angewiesen? Je stärker, desto wichtiger ist eine sorgfältige Vermögensplanung.

Unsicher, wie genau es bei dir wirkt?

Wenn du nicht sicher bist, welche Vermögenswerte bei dir in die Berechnung einfließen und wie genau die Stichtage sich auf deinen Bausparvertrag auswirken, kläre das am passende Schritt für Schritt für deinen konkreten Fall.

Was du als Nächstes tun kannst

Wenn du bereits entschieden hast, dass du grundsätzlich in Bausparen einsteigen möchtest, vergleiche Tarife und Vertragsbedingungen. So stellst du sicher, dass du für deine Ziele eine passende Lösung findest – und behältst dabei im Blick, wie sich das in deiner BAföG-Vermögenssituation auswirken kann.

Bauspartarife vergleichen

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Mehr dazu in unserenrechtlichen Hinweisen.