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Kontoeröffnung in Deutschland: Girokonto oder Basiskonto eröffnen – Ablauf, Unterlagen & Kosten-Check

Wenn du dein erstes Girokonto oder ein Basiskonto eröffnen willst, brauchst du vor allem den passenden Kontotyp, die richtigen Unterlagen und eine passende Identifikationsmethode. Danach läuft der Prozess meist Schritt für Schritt: Antrag ausfüllen, Unterlagen bereithalten, Ident per Video-Ident oder PostIdent durchführen und den Vertrag aktivieren.

TL;DR

  • Antwort: Girokonto oder Basiskonto eröffnest du mit Antrag, Unterlagen und Identifikation (Video-Ident oder PostIdent).
  • Kriterium: Wähle den Kontotyp nach deiner Situation (regulärer Zugang vs. Anspruch auf ein Basiskonto).
  • Kosten-Check: Schau nicht nur auf „kostenlos“, sondern auf Bedingungen und mögliche Zusatzgebühren.
  • Nächster Schritt: Vergleiche Girokonten im Detail, um zu deinem Profil zu passen.

Die wichtigsten Weichen vor der Kontoeröffnung: Kontotyp und Zugang

Bevor du den Antrag startest, kläre kurz zwei Dinge: Welcher Kontotyp passt zu dir? und Welche Identifikationsmethode ist für dich praktikabel?

  • Girokonto: meist für den regulären Zahlungsverkehr gedacht (Gehaltskonto, Miete, Rechnungen).
  • Basiskonto: relevant, wenn du keinen regulären Zugang zu einem Girokonto hast.

Hinweis: Ob und wie ein Basiskonto für deine Lage in Frage kommt, hängt von Details ab. Halte daher deine Angaben im Antrag möglichst konsistent und orientiere dich an den Vorgaben im jeweiligen Bankprozess.

Schritt-für-Schritt: So läuft die Kontoeröffnung typischerweise ab

Der Ablauf ähnelt sich bei vielen Anbietern:

  1. Bank und Kontomodell auswählen
  2. Unterlagen vorbereiten
  3. Antrag online ausfüllen (oder vor Ort, falls angeboten)
  4. Identifikation durchführen (Video-Ident oder PostIdent)
  5. Vertrag bestätigen und Konto aktivieren

Unterlagen-Check: Was du meist brauchst

Die exakten Anforderungen können je nach Bank variieren. Häufig brauchst du:

  • Ausweis (Personalausweis oder Reisepass)
  • Nachweis des Wohnsitzes (z. B. Meldebescheinigung oder eine taugliche Wohnsitzunterlage)
  • ggf. zusätzliche Nachweise, abhängig vom Kontomodell und Anbieterprozess
  • steuerliche Angaben (z. B. Identifikationsnummer), falls sie im Antrag abgefragt werden

Tipp: Wenn Unterlagen doppelt vorhanden sind oder Scans unvollständig/ungenau sind, kann es im Ident- oder Antragsprozess zu Verzögerungen kommen.

Identifikation: Video-Ident oder PostIdent – was ist der Unterschied?

  • Video-Ident: digitale Identifikation per Video-Call; du zeigst deinen Ausweis, die Ident erfolgt online.
  • PostIdent: Identifikation über Filiale oder per Postweg.

Wenn du schnell starten möchtest, ist Video-Ident oft die bequemere Option – ob es bei dir verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Kosten vermeiden: So prüfst du „kostenlos“ richtig (statt nur die Kontoführung)

Bei Girokonten ist „kostenlos“ häufig nur ein Teilaspekt. Damit du keine versteckten indirekten Kosten übersiehst, checke vor der Bestätigung insbesondere:

  • Kontoführungsgebühr: Wird sie wirklich dauerhaft auf 0 € gesetzt?
  • Bedingungen: Gilt „kostenlos“ nur bei Mindestgeldeingang, bestimmten Transaktionen oder Nutzung bestimmter Funktionen?
  • Kartenkosten: Was kostet die (Debit-)Karte bzw. ggf. eine Kreditkarte?
  • Abhebungen & Nutzung: Gibt es Gebühren bei Bargeldabhebungen oder bestimmten Zahlungsmethoden?
  • Zusatzleistungen: Welche Optionen sind nicht in der Grundleistung enthalten?

Mini-Rechenbeispiel: Wann sich ein vermeintlich günstiges Konto trotzdem lohnt

Angenommen, Konto A ist mit „0 € Kontoführung“ beworben, hat aber 2,50 € pro Monat für Karten- oder Zusatzpakete. Konto B hat z. B. 4,00 € Kontoführung, ist dafür aber bei den Kartenkosten günstiger.

  • Konto A Beispiel: 2,50 € / Monat
  • Konto B Beispiel: 4,00 € / Monat

Dann wäre Konto A im Beispiel wirtschaftlich vorteilhaft – trotz „nicht alles kostenlos“. Entscheidend ist: Du vergleichst die Gesamtkosten, nicht nur die Headline.

Risiken & Ausschlüsse: Das sollte vor der Bestätigung klar sein

Bevor du den Antrag final absendest, beachte typische Stolperstellen:

  • Unpassender Kontotyp: Wenn dein regulärer Zugang nicht klappt, kann der richtige Weg über ein Basiskonto erforderlich sein.
  • Fehlerhafte oder unvollständige Angaben: Können zu Rückfragen, Verzögerungen oder Ablehnungen führen.
  • Kostenfallen durch Zusatzleistungen: „Kostenlos“ gilt oft nur für einzelne Positionen – Konditionen lesen.

Profilorientierter Leitfaden: Welcher Kontotyp passt zu dir?

Wähle nicht nur nach Werbeversprechen, sondern nach deinem Alltag:

  • Wenn du regelmäßig Geld erhältst (z. B. Gehalt) und ein Girokonto normal nutzen kannst: Girokonto ist meist die passende Basis.
  • Wenn dir ein regulärer Zugang verwehrt wird oder du keinen verlässlichen Zugang bekommst: Basiskonto prüfen.
  • Wenn du Bargeld stark nutzt oder viele Zusatzfunktionen brauchst: Achte besonders auf Gebühren für Abhebungen, Karten und Nutzungspakete.

So triffst du eine passende Entscheidung: Vergleiche Girokonten anhand der konkreten Konditionen (Kontomodell, Leistungen, mögliche Zusatzkosten) und prüfe die aktuellen Angaben im jeweiligen Antrags- und Vertragsprozess der Bank.

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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Für die genauen Voraussetzungen und Gebühren gelten die Bedingungen der jeweiligen Bank in ihrem Antrags- und Vertragsprozess.

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