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Bank wechseln: So läuft der Kontowechsel Schritt für Schritt

Girokonto wechseln: Was der gesetzliche Kontowechselservice abdeckt

Ein Kontowechsel umfasst mehr als ein neues Konto eröffnen. Daueraufträge, Lastschriften, eingehende Überweisungen und Vertragspartner müssen berücksichtigt werden. Banken können dafür einen Kontowechselservice anbieten. Zusätzlich gibt es die gesetzliche Kontenwechselhilfe nach dem Zahlungskontengesetz, die auf Wunsch bestimmte Unterstützung zwischen beteiligten Zahlungsdienstleistern vorsieht.

Die gesetzliche Hilfe gilt unter den im Gesetz genannten Voraussetzungen und wird durch eine Ermächtigung der Kontoinhaber eingeleitet. Sie überträgt nicht automatisch jeden Vertrag oder ändert bei jedem Zahlungspartner die Kontoverbindung. Deshalb bleibt eine eigene Kontrolle der regelmäßigen Zahlungen notwendig.

Vor dem Wechsel: Zahlungsvorgänge erfassen

Lade Kontoauszüge für einen ausreichend langen Zeitraum herunter und liste regelmäßige Zahlungseingänge und -ausgänge auf. Dazu gehören Daueraufträge, Lastschriften, Gehalt oder andere regelmäßige Überweisungen, Abonnements, Kartenzahlungen und gegebenenfalls Zahlungen, die nur selten stattfinden.

Notiere für jeden Vorgang Empfänger, Häufigkeit, nächsten Termin und wer die neue IBAN erhalten muss. Prüfe auch verknüpfte Dienste wie Onlinezahlungen und digitale Wallets.

Neues Konto eröffnen und Wechselhilfe einrichten

Richte zunächst das neue Konto ein und prüfe, dass Zugang, Karten und Zahlungsfunktionen bereitstehen. Wenn du die gesetzliche Kontenwechselhilfe nutzen möchtest, frage bei der neuen Bank nach Verfahren, Umfang und Formularen. Bankeigene digitale Wechselservices können zusätzliche Funktionen anbieten; lies, welche Daten sie übernehmen und welche Aufgaben bei dir bleiben.

Zahlungspartner einzeln prüfen

Informiere Arbeitgeber, Leistungsträger, Versorger, Vermieter, Versicherungen und weitere Zahlungspartner nach deren Vorgaben. Aktualisiere Daueraufträge im Onlinebanking und prüfe, ob Lastschriftmandate durch die Kontenwechselhilfe übertragen oder beim jeweiligen Zahlungsempfänger neu eingerichtet werden müssen.

Beobachte nach der Umstellung die Kontobewegungen auf beiden Konten. Rücklastschriften, verspätete Zahlungseingänge oder offene Erstattungen können noch auftreten, auch wenn der Wechselservice genutzt wurde.

Altes Konto schließen

Behalte das alte Konto so lange verfügbar, bis die für deinen Ablauf relevanten Zahlungspartner umgestellt sind und keine offenen Buchungen mehr erwartet werden. Prüfe vor der Kündigung Gebühren, Karten, Dispositionssaldo und die Übertragung verbleibender Guthaben. Die Kündigung beendet nicht automatisch Verträge mit Dritten.

Ablaufcheckliste

  1. Kontoauszüge und regelmäßige Zahlungen erfassen.
  2. Neues Konto eröffnen und Zugang testen.
  3. Umfang der gesetzlichen Kontenwechselhilfe und des Bankservices klären.
  4. Daueraufträge, Lastschriften und Zahlungspartner übertragen oder informieren.
  5. Zahlungseingänge und -ausgänge übergangsweise auf beiden Konten kontrollieren.
  6. Altes Konto erst nach Prüfung offener Buchungen schließen.

Der Kontenwechselservice reduziert bestimmte manuelle Schritte, garantiert aber nicht, dass alle Zahlungspartner automatisch aktualisiert werden. Dieser Artikel beschreibt den Ablauf allgemein und gibt keine individuelle Finanzberatung.

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